ZEITZEUGIN ANNA HACKL ZU BESUCH

Als am 2. Februar 1945 zwei russische Kriegsgefangene, die aus dem KZ Mauthausen geflohen waren, plötzlich an der Eingangstür des Bauernhauses im 12 km entfernten Schwertberg standen, war Anna Langthaler gerade einmal 13 Jahre alt.

Anna Hackl

72 Jahre danach erzählte sie am Montag, dem 27. Februar, ihre Erlebnisse den Schüler/innen der 4. Klasse und jenen, die heuer am Holocaust-Gedenkmarsch in Auschwitz teilnehmen.

Dass die Familie unter Risiko des eigenen Lebens die Entflohenen über drei Monate lang bis zum Ende des Krieges in ihrem Haus versteckt hatte, wäre beinahe ein Detail der Geschichte geblieben, hätte nicht der Zufall die beiden Ukrainer Michail und Nikolai zwanzig Jahre nach den Ereignissen mit ihrer „Mutter“, wie sie Frau Langthaler nannten – zusammengeführt.

Die Verbundenheit der Mühlviertler Familie Langthaler mit den Familien der beiden Ukrainer war überaus herzlich und hält bis heute an.

Im Film „Hasenjagd – Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen“ hat der Welser Regisseur Andreas Gruber die Ereignisse filmisch verarbeitet.

In ihrem Bericht als Zeitzeugin hat Anna Hackl nicht nur einen erschütternden Einblick in die damalige Zeit gegeben, sondern hat die Jugend ermutigt, wachsam zu sein gegenüber jeglichen Formen der Hetze gegen Menschen – damals wie heute.

 

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